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Klinikum Siegen stellt weichen für die Zukunft der Gesundheitsversorgung

Jahrespressegespräch 2026 Klinikum Siegen und Töchter – Strukturwandel aktiv gestalten

Die Krankenhauslandschaft in Nordrhein-Westfalen befindet sich in einem tiefgreifenden Wandel. Vor dem Hintergrund angespannter wirtschaftlicher Rahmenbedingungen und der Umsetzung der Krankenhausplanung NRW stellt sich auch das Klinikum Siegen strategisch für die Zukunft auf, um die medizinische Versorgung in der Region langfristig zu sichern. Für das Klinikum Siegen war das Jahr 2025 dabei ein wichtiger Meilenstein: Im Zuge der Krankenhausplanung lag ein zentraler Fokus auf dem Aufbau einer Klinik für Geriatrie sowie der Weiterentwicklung neurologischer Versorgungsstrukturen, insbesondere im Bereich der Frührehabilitation. In beiden Bereichen wurden wichtige strukturelle Voraussetzungen geschaffen und Kapazitäten erweitert. Damit ergänzt das Klinikum sein bereits umfassendes internistisches, neurologisches und chirurgisches Leistungsspektrum und reagiert zugleich auf den steigenden Bedarf einer altersgerechten und spezialisierten Versorgung. Während die geriatrische Abteilung insbesondere den Anforderungen einer älter werdenden Bevölkerung gerecht wird, stärkt die Weiterentwicklung der neurologischen Angebote die Rolle des Klinikums als regionales neurologisches Kompetenzzentrum mit einer zertifizierten überregionalen Stroke Unit.

Projekt „Haus Mattenbach“

Ein besonderer Schwerpunkt für das Jahr 2026 ist die geplante Senioreneinrichtung „Haus Mattenbach“. Gemeinsam mit der Kreiswohnungsbau- und Siedlungsgesellschaft reagiert das Klinikum Siegen damit auf den wachsenden Bedarf an Pflegeplätzen in der Region. Jährlich werden rund 800 Patientinnen und Patienten aus dem Klinikum in eine weiterführende Pflegeeinrichtung verlegt, mehr als zwei Drittel von ihnen sind über 76 Jahre alt. Gleichzeitig steigt der Anteil pflegebedürftiger Menschen mit komplexen Krankheitsbildern, insbesondere demenziellen Erkrankungen.

Mit insgesamt 108 geplanten Plätzen, darunter auch Angebote für Kurzzeitpflege sowie für jüngere Pflegebedürftige, soll „Haus Mattenbach“ diese Versorgungslücke gezielt schließen. Ziel ist es, den Übergang vom Krankenhaus in die Pflege deutlich zu verbessern und Patientinnen und Patienten eine wohnortnahe Perspektive zu bieten. Gleichzeitig stärkt das Projekt nachhaltig die Versorgungskette zwischen Klinik und Pflege und leistet einen wichtigen Beitrag zur Sicherstellung der Gesundheitsversorgung in der Region.

Lungenklinik Siegen

Die Lungenklinik Siegen entwickelt sich zunehmend zu einem zentralen Schwerpunkt der spezialisierten Versorgung. Mit der Gründung des Lungenkrebszentrums im September 2024 und der erfolgreichen Zertifizierung als DKG-Lungenkrebszentrum Ende 2025 wurde ein wichtiger Meilenstein in der onkologischen Versorgung von Patientinnen und Patienten mit Lungenerkrankungen erreicht, sowohl für die Region als auch darüber hinaus.

Darauf aufbauend treibt das Klinikum den strategischen Ausbau der Lungenmedizin konsequent weiter voran. Aktuell befindet sich ein Lungenemphysemzentrum im Aufbau, das insbesondere Patientinnen und Patienten mit schweren Formen von COPD und Lungenemphysem zugutekommt. Zum Einsatz kommen moderne, minimalinvasive Verfahren wie Ventil- und Coil-Therapien, die eine gezielte und schonende Behandlung ermöglichen. Ziel ist es, die Lungenmedizin am Klinikum Siegen als hochspezialisierten Versorgungsbereich weiter zu stärken und das Behandlungsangebot kontinuierlich auszubauen.

Bauliche Weiterentwicklung Zentral-OP

Im Bereich der baulichen Entwicklung treibt das Klinikum Siegen die Erweiterung des Zentral-OPs konsequent voran. Der Umbau ist Anfang März 2026 offiziell gestartet. Mit der Aufstockung von derzeit fünf auf künftig sieben OP-Säle reagiert das Klinikum auf die deutlich gestiegene Nachfrage nach operativen Eingriffen und stärkt seine Leistungsfähigkeit nachhaltig.

Insgesamt investiert das Haus rund 12 Millionen Euro in das Projekt, davon etwa 10 Millionen Euro in die bauliche Umsetzung sowie weitere 2 Millionen Euro in moderne Medizintechnik. Neben der Kapazitätserweiterung steht auch die Schaffung moderner und attraktiver Arbeitsbedingungen für die Mitarbeitenden im OP-Bereich im Fokus. Die Planung erfolgt in enger Abstimmung mit dem Architekturbüro sowie den zukünftigen Nutzerinnen und Nutzern.

Digitale Transformation und Zukunftstechnologien

Ein weiterer Fokus liegt auf der konsequenten Weiterentwicklung digitaler Prozesse. Der Ausbau digitaler Patientenprozesse, moderne IT‑Sicherheitsstrukturen sowie die Anbindung an die Telematikinfrastruktur leisten einen wichtigen Beitrag zu einer effizienteren, transparenteren und sicheren Versorgung. Ergänzend gewinnen Zukunftstechnologien wie Künstliche Intelligenz und Robotik zunehmend an Bedeutung und werden im Klinikum in verschiedenen Bereichen eingesetzt und weiterentwickelt.

Mit der Neubesetzung der IT‑Leitung zum 1. Januar 2026 unterstreicht das Klinikum Siegen seine digitale Ausrichtung: Pascal Bretzke hat die Position des IT‑Direktors übernommen und verantwortet die strategische Weiterentwicklung der digitalen Infrastruktur des Hauses. In seiner neuen Rolle gestaltet er die digitale Transformation mit dem Ziel mit, technische Lösungen eng an den Anforderungen der medizinischen und pflegerischen Praxis auszurichten und die IT als Schlüssel für Patientensicherheit, Effizienz und Prozessqualität zu etablieren.

Klinik für Radiologie und Neuroradiologie

Parallel zu den baulichen und digitalen Entwicklungen hat das Klinikum Siegen auch die Klinik für Radiologie und Neuroradiologie strategisch gestärkt. Im Jahr 2025 wurden bedeutende Investitionen getätigt, darunter die Inbetriebnahme einer hochmodernen Angiografie-Anlage, die Untersuchungen patientenschonender und zugleich präziser ermöglicht. Ergänzend setzt die Klinik auf KI-basierte Softwarelösungen wie „mdprostate“, die eine verbesserte Diagnostik und frühzeitige Erkennung von Prostataveränderungen erlauben. Diese technologischen Neuerungen steigern nicht nur die diagnostische und interventionelle Leistungsfähigkeit, sondern sichern auch die wohnortnahe Versorgung hochspezialisierter radiologischer Leistungen für die Bevölkerung in Siegen-Wittgenstein und den angrenzenden Regionen.

Stapellauf neue Kampagne „Klini und Kum“

Nach sechs erfolgreichen Jahren werden die bisherigen „Siegertypen“ nun abgelöst, um die Marke Klinikum Siegen weiter zu stärken und klarer zu positionieren. Im Mittelpunkt der neuen Kampagne steht der Start einer modernen Arbeitgeberinitiative, die Mitarbeitende und potenzielle Bewerberinnen und Bewerber authentisch anspricht. Unter dem Motto „Klini & Kum“ werden die Vielfalt der Berufsbilder sowie Einblicke in den Arbeitsalltag am Klinikum sichtbar gemacht. Ziel ist es, das Klinikum als attraktiven, lebendigen und zukunftsorientierten Arbeitgeber zu präsentieren und die Identifikation der Mitarbeitenden mit ihrem Haus weiter zu fördern.

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Dr. med. Rafique Rahimzai übernimmt Leitung der Klinik für Allgemeine Innere Medizin und Gastroenterologie am Klinikum Siegen

Die Medizinische Klinik I für Allgemeine Innere Medizin und Gastroenterologie am Klinikum Siegen war in den vergangenen Monaten im Rahmen einer Übergangsregelung kommissarisch geführt. Nach dem Ruhestand von Dr. med. Stefan Schanz hatte Prof. Dr. med. Joachim Labenz die Leitung der Klinik übernommen und die Versorgung in dieser Zeit sichergestellt. Mit der geplanten Neubesetzung der Chefarztposition durch Dr. med. Rafique Rahimzai ist diese Übergangsphase nun abgeschlossen. Die Klinik ist damit wieder dauerhaft in einer Chefarztstruktur aufgestellt.

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Klinikum Siegen setzt neuartige Defibrillator-Sonde erstmals ein

Im Herzkatheterlabor des Klinikums Siegen ist erstmals eine neuartige Defibrillator-Sonde eingesetzt worden. Bei dem verwendeten System handelt es sich um die OmniaSecure™ Defibrillation Lead, eine besonders dünne Sonde, die mit einem implantierbaren Defibrillator verbunden wird. Sie kann gefährliche Herzrhythmusstörungen erkennen und bei Bedarf eine lebensrettende Therapie abgeben. Damit zählt das Klinikum Siegen nach der kürzlich erfolgten europäischen Zulassung des Systems zu den frühen Anwendern dieser neuen Technologie. Die Implantation wurde durch PD Dr. med. Bernd Hansky, Sektionsleiter Kardiale Implantate, und Oberarzt Mohamed Elgendy im Herzkatheterlabor des Klinikums durchgeführt.

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