Klinik für Neurotraumatologie und Wirbelsäulenchirurgie investiert in präzise intraoperative Bildgebung und Navigation
Die Klinik für Neurotraumatologie und Wirbelsäulenchirurgie des Klinikums Siegen hat ihre operative Infrastruktur gezielt erweitert. Mit einem mobilen 3D C-Bogen der neuesten Generation, wird die 2D- und 3D-Bildgebung in einem System vereint. Ergänzt wird die Ausstattung durch ein computergestütztes Navigationssystem, das seit über 25 Jahren weltweit als Referenzplattform in der Wirbelsäulenchirurgie gilt.
Der moderne C-Bogen ermöglicht es dem Operationsteam, intraoperativ hochauflösende 3D-Aufnahmen der Wirbelsäule anzufertigen. Ein besonderer Vorteil für die Wirbelsäulenchirurgie: In einem einzigen Scan können bis zu sieben Wirbelkörper dreidimensional dargestellt werden. Das reduziert den Bedarf an zusätzlichen postoperativen CT-Untersuchungen und macht mögliche Korrekturen noch während des laufenden Eingriffs möglich. Über die integrierte NaviPort-Schnittstelle werden die Bilddaten des C-Bogens direkt in das computergestützte Navigationssystem übertragen. So entsteht eine geschlossene operative Kette: Bildgebung, Navigation und operative Kontrolle greifen in Echtzeit ineinander.
„Diese neuen Geräte sind eine erhebliche Unterstützung beim Operieren.“, erklärt Dr. med. Frank Th. Möllmann, Chefarzt der Klinik für Neurotraumatologie und Wirbelsäulenchirurgie. „Wir sehen, was wir tun, während wir es tun. Bei der Implantation von Schrauben und Instrumenten an der Wirbelsäule können wir in Echtzeit navigieren, Abweichungen sofort erkennen und korrigieren. Das erhöht die Sicherheit für unsere Patienten.“
Die Klinik für Neurotraumatologie und Wirbelsäulenchirurgie wird seit Oktober 2025 von einem dreiköpfigen Chefärzteteam geleitet, bestehend aus Markus Scheffler, Dr. med. Thomas Klein und Dr. med. Frank Th. Möllmann. Die erfahrenen Fachärzte behandeln operativ und konservativ ein breites Spektrum neurochirurgischer Erkrankungen, von degenerativen, entzündlichen, traumatischen und onkologischen Erkrankungen der Wirbelsäule bis hin zur notfallmäßigen Versorgung akuter Erkrankungen des zentralen Nervensystems. Für komplexe Eingriffe stehen zusätzlich Hochleistungs-Operationsmikroskope zur Verfügung.
„Die Investition in diese Technologie ist ein klares Signal“, betont Ingo Fölsing. „Wer in Siegen-Wittgenstein an der Wirbelsäule behandelt werden muss, bekommt eine Versorgung auf dem neuesten technologischen Stand.“
Mit der Investition in die modernste Technik, setzt das Klinikum Siegen einen klaren Schritt zur Steigerung der operativen Präzision und Patientensicherheit in der Neurotraumatologie und Wirbelsäulenchirurgie der Region.