Herzkatheterlabor implantiert moderne OmniaSecure™ Sonde von Medtronic – kleiner Durchmesser, präzise Platzierung und wichtige Therapieoption bei lebensbedrohlichen Herzrhythmusstörungen
Im Herzkatheterlabor des Klinikums Siegen ist erstmals eine neuartige Defibrillator-Sonde eingesetzt worden. Bei dem verwendeten System handelt es sich um die OmniaSecure™ Defibrillation Lead, eine besonders dünne Sonde, die mit einem implantierbaren Defibrillator verbunden wird. Sie kann gefährliche Herzrhythmusstörungen erkennen und bei Bedarf eine lebensrettende Therapie abgeben.
Damit zählt das Klinikum Siegen nach der kürzlich erfolgten europäischen Zulassung des Systems zu den frühen Anwendern dieser neuen Technologie. Die Implantation wurde durch PD Dr. med. Bernd Hansky, Sektionsleiter Kardiale Implantate, und Oberarzt Mohamed Elgendy im Herzkatheterlabor des Klinikums durchgeführt.
„Für unsere Patientinnen und Patienten bedeutet diese Technologie einen weiteren wichtigen Schritt in der modernen Rhythmustherapie“, sagt Dr. Hobbach, Chefarzt der Klinik für Kardiologie und Internistische Intensivmedizin am Klinikum Siegen. „Die Sonde ist besonders schlank konstruiert und kann sehr präzise platziert werden. Gerade bei der Behandlung potenziell lebensbedrohlicher Herzrhythmusstörungen ist eine zuverlässige und zugleich möglichst schonende Therapie von großer Bedeutung.“
Implantierbare Defibrillatoren, kurz ICDs, kommen bei Patientinnen und Patienten zum Einsatz, die ein erhöhtes Risiko für schwere Herzrhythmusstörungen haben. Der ICD überwacht den Herzrhythmus kontinuierlich. Erkennt das System eine gefährliche Rhythmusstörung, kann es durch elektrische Impulse oder einen Schock eingreifen und den Herzrhythmus stabilisieren.
Die neue OmniaSecure™ Sonde unterscheidet sich von herkömmlichen Defibrillator-Sonden vor allem durch ihren geringen Durchmesser. Nach Herstellerangaben handelt es sich um eine Defibrillator-Sonde mit einem Durchmesser von rund 1,6 Millimetern. Zudem besitzt sie keinen Hohlkanal im Inneren. Diese Bauweise soll die Haltbarkeit und Zuverlässigkeit der Sonde unterstützen. In klinischen Daten zeigte die Sonde eine hohe Defibrillationseffektivität bei der Implantation sowie stabile elektrische Eigenschaften über den Beobachtungszeitraum.
Für das Klinikum Siegen ist der Einsatz der neuen Sonde zugleich ein Zeichen für die kontinuierliche Weiterentwicklung der kardiologischen Versorgung in der Region. Das Herzkatheterlabor bietet moderne diagnostische und therapeutische Verfahren zur Behandlung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen an. Mit der erstmaligen Implantation der OmniaSecure™ Defibrillator-Sonde erweitert das Team sein Spektrum um eine innovative Therapieoption für ausgewählte Patientinnen und Patienten mit hohem Risiko für schwere Herzrhythmusstörungen.
„Unser Anspruch ist es, moderne medizinische Verfahren dann einzusetzen, wenn sie unseren Patientinnen und Patienten einen echten Mehrwert bieten“, so Dr. Hobbach. „Die erfolgreiche erste Implantation zeigt, dass wir auch in der Rhythmustherapie sehr gut aufgestellt sind und neue Entwicklungen frühzeitig in die Versorgung vor Ort einbringen können.“