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Internationaler Drogentotengedenktag am Klinikum Siegen

Gedenkveranstaltung für Patienten und Angehörige

Auch in diesem Jahr hat die Substitutionsambulanz des Klinikums Siegen anlässlich des internationalen Drogentotengedenktages eine Gedenkveranstaltung organisiert. Gemeinsam mit Patienten, Angehörigen und Mitarbeitenden wurde denjenigen gedacht, die an den Folgen ihres Drogenkonsums gestorben sind.

Bereits seit 2002 betreut das interdisziplinäre Team um Dr. med. Tatjana Mihajlovic suchtkranke Menschen in schwierigen Lebenslagen. Ziel der Gedenkveranstaltung ist es, nicht nur zu erinnern, sondern auch auf die Notwendigkeit eines offenen, empathischen Umgangs mit Drogengebrauchern aufmerksam zu machen. Die Zahl der Drogentoten steigt und für diesen Anstieg gibt es viele Gründe, darunter die zunehmende Verfügbarkeit gefährlicher synthetischer Drogen, aber auch die soziale Isolation und das Stigma, das Menschen mit Abhängigkeitserkrankungen systematisch ausgrenzt. Dem Team der Ambulanz ist es daher auch ein besonderes Anliegen, neben der aktiven Hilfe für Patienten, auch gegen die Stigmatisierung und Ausgrenzung von Drogengebrauchern zu arbeiten. Teamleitung Karin Kraus verdeutlicht: „Sucht ist eine Krankheit, keine Charakterschwäche, kein moralisches Versagen, keine Entscheidung und kein Makel, sondern eine schwere, chronische und oft tödlich verlaufende Erkrankung mit komplexen Ursachen, aber auch mit Chancen auf Hilfe und Heilung, wenn man die richtigen Rahmenbedingungen schafft“.

Aus diesem Grund finden Betroffene in der Substitutionsambulanz nicht nur medizinische Hilfe, sondern auch einen geschützten Raum zum Austausch. Dort werden ihnen ein offenes Ohr sowie ein konstantes Unterstützungsangebot geboten, um den Schritt in ein gesünderes Leben zu gehen.

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