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200. interventionelle Schlaganfallbehandlung im Jahr 2024 im Klinikum Siegen

Anlässlich des Weltschlaganfalltags: Fokus auf schnelle, spezialisierte Behandlung

Die Kliniken für Radiologie und Neuroradiologie sowie für Neurologie des Klinikums Siegen haben in diesem Jahr einen bedeutenden Meilenstein erreicht: Bereits 200 interventionelle Schlaganfallbehandlungen wurden hier erfolgreich durchgeführt. Diese Zahl unterstreicht nicht nur die hohe Kompetenz des Klinikums in der Schlaganfallversorgung und die zentrale Rolle der zertifizierten überregionalen Stroke Unit als Anker der Daseinsvorsorge in der Region, sondern auch die Expertise in der gezielten kathetergestützten Behandlung eines akuten Schlaganfalls durch die Klinik für Neuroradiologie und Radiologie.

„Anlässlich des diesjährigen Weltschlaganfalltags am 29. Oktober möchten wir die Erfolge in der Schlaganfallbehandlung hervorheben und auf die Bedeutung einer schnellen Intervention aufmerksam machen“, so der Leitende Chefarzt der Klinik für Radiologie und Neuroradiologie, Privatdozent Dr. med. Sebastian Fischer. Denn für den Erfolg der Akuttherapie des Schlaganfalls aufgrund eines Verschlusses einer Hirnarterie gibt es ein entscheidendes Kriterium: die Zeit. „Jede Minute zählt“, betont auch Prof. Dr. med. Martin Grond, Ärztlicher Direktor und Chefarzt der Klinik für Neurologie am Klinikum Siegen. „Sobald die ersten Symptome auftreten, läuft die Uhr, und wir setzen alles daran, unseren Patienten die bestmögliche Behandlung in der kürzest möglichen Zeit zu bieten“, so der Chefarzt weiter. Eine gute Kooperation mit den hiesigen Rettungsdiensten ist daher besonders wichtig. „Dies funktioniert in unserer Region hervorragend“, fügen beide Chefärzte hinzu.

Dank modernster Technologien und Behandlungsmöglichkeiten sowie einem hochqualifizierten, interdisziplinären Team können die Spezialisten im Klinikum Siegen eine schnelle und effiziente Versorgung gewährleisten, die die Überlebenschance und Genesung der Patienten deutlich verbessert. Durch modernste Bildgebung und spezielle Verfahren zur Auflösung von Blutgerinnseln kann die Überlebensrate und Lebensqualität Betroffener signifikant gesteigert werden. So kommt bei akuten Verschlüssen von hirnversorgenden Arterien die sogenannte Thrombektomie zum Einsatz, bei der der Neuroradiologe in sehr kurzer Zeit über die Leisten- oder Armarterie das Blutgerinnsel aus der verschlossenen Arterie im Gehirn entfernt. „Hierfür werden sehr kleine Katheter oder sogenannte Stentretrieversysteme eingesetzt“, erklärt Privatdozent Dr. Fischer. Schon seit vielen Jahren wird dieses Verfahren in der Klinik für Radiologie und Neuroradiologie mit großer Erfahrung und Sorgfalt angewendet. Seit Anfang des Jahres, mit dem Eintritt von Privatdozent Dr. Sebastian Fischer, wurde die Technik noch weiter spezialisiert und ausgebaut. Mittlerweile können sogar Verschlüsse in sehr kleinen Arterien, die nur einen Durchmesser von einem Millimeter haben, behandelt werden. „Durch die hervorragende Zusammenarbeit mit Herrn Dr. Fischer und seinem Team und der Einführung neuer, innovativer Therapieverfahren, ist unsere Schlaganfallstation nun so gut aufgestellt wie nie zuvor“, freut sich Prof. Dr. Martin Grond.

Die Zahl von 200 erfolgreich interventionell behandelten Schlaganfällen am Klinikum zeigt die Bedeutung spezialisierter Einrichtungen, nicht nur in der Akutversorgung, sondern auch im weiteren Behandlungsverlauf. Die zertifizierte überregionale Stroke Unit des Klinikums Siegen behandelt pro Jahr ca. 2000 Schlaganfallpatienten und stellt sicher, dass Patienten auch nach der Akutphase in den erfahrenen Händen eines hochqualifizierten Teams bleiben.

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